2021
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Stilvolles im Wandel der Zeit

Stilvolles im Wandel der Zeit


Zahlreiche Geschäfte in der Oldenburger Innenstadt zeichnen sich durch ihre lange Tradition aus – und noch heute sind viele von ihnen inhabergeführt. Ein Beispiel: Papier Onken. Das markante Eckhaus in der Oldenburger City ist auch nach über 150 Jahren noch in Familienhand. Dass man sich hier seiner Historie bewusst ist, zeigen beispielsweise die verschiedensten Exponate in den Vitrinen. So haben die nostalgischen Schreibmaschinen ihren festen Platz im Regal – sehr zur Freude der Kunden, die hier gerne auch mal innehalten und die edlen Stücke betrachten. Mercedes oder Olympia lauten die klangvollen Namen, das schwarze Metall der Tasten erinnert an Briefe, Gedichte oder Geschichten, die hierauf irgendwann einmal getippt worden sind. Schon immer hat das 1869 gegründete Familienunternehmen im Herzen der Oldenburger Innenstadt viel Wert auf Qualität gelegt. Renommierte Hersteller sind daher für Papier Onken auch noch ein Garant für stilvollen Schreib-, Zeichen- und Künstlerbedarf sowie allerlei Dekoratives für jeden Anlass – selbstverständlich auch für den Bastelbedarf in der vorweihnachtlichen Zeit.


KONTORBEDARF VON „TÜT-ONKEN“ 

Tüten und Papier „en gros“ – das war der Beginn eines Geschäfts für Kontorbedarf, das Johann Onken 1869 am Markt 3 gründete. Als Federkiele und Tintenfass auf keinem Schreibtisch fehlen durften, reisten die Mitarbeiter regelmäßig mit dem Hochrad oder der Bahn durchs Oldenburger Land, um die Kundschaft mit verschiedenen Artikeln aus Papier zu versorgen. Schnell war der Name „Tüt-Onken“ geprägt, aus dem schließlich „Papier Onken“ wurde. Noch heute erinnern neben den urigen Schreibmaschinen andere historische Geräte und Schreibutensilien an die Tradition von Papier Onken. Der technische Fortschritt erforderte bald eine Erweiterung des Sortiments, beispielsweise durch Füllhalter, Schreib- und Rechenmaschinen.  Daher wechselte die Firma Onken den Standort 1904 in die Lange-Straße 36, Ecke Schüttingstraße.


„DAS HAUS DER FÜLLHALTER“

Mit dem Eintritt Heinrich Onkens in die Firma im Jahre 1912 spezialisierte man sich zunehmend auf Füllhalter, Schreibmaschinen und Bürobedarf. Die ersten Patente für Füllhalter waren bereits im Jahre 1878 erteilt worden. Sein besonderer Einsatz für Füllhalter und die Einrichtung einer eigenen Werkstatt zur Reparatur von Schreibgeräten führten schließlich zu dem Zusatz „Das Haus der Füllhalter“. Doch nicht nur das Geschäft Onken hatte es inzwischen zu einem sehr hohen Bekanntheitsgrad gebracht, sondern auch Heinrich Onken selbst: Als Sportler wurde er ebenfalls zu einer stadtbekannten Persönlichkeit. Er zählte um 1910 zu den besten Oldenburger Schwimmern. Beim zweimaligen Durchqueren des Zwischenahner Meeres erzielte er den 1. Preis. Nach seinem frühen Tod im Jahre 1941 mit erst 56 Jahren führte seine Ehefrau Ella Onken das Familienunternehmen bis 1945 allein weiter. 

DIE JAHRE DES „WIRTSCHAFTSWUNDERS“

Nach Kriegsende übernahmen die Söhne Karl-Heinz und Günther Onken das Unternehmen. Auch in Oldenburg zeigte sich die Zeit des „Wirtschaftswunders“, so dass auch Papier Onken immer weiter wuchs. Daher zog man zunächst in die Lange Straße 45, 1959 ging es dann schräg gegenüber in das heutige Geschäftshaus in die Lange Straße 62. Bereits in der fünften Generation betreiben Iris Onken-Ahrens sowie ihr Zwillingsbruder Johann-Onno Onken das Geschäft. Iris Onken-Ahrens wird das beliebte Fachgeschäft an ihre Tochter Annette Duvenhorst weitergeben.
















UPCYCLING: DIY-IDEEN IM GLAS

Selbstgebasteltes liegt im Trend. Daher zeigt Onken hier drei ganz einfache Upcycling-Geschenkideen aus leeren Marmeladengläsern: eine leckere Spekulatius-Creme, ein entspannendes Winterbadesalz und eine Duftkerze. Verziert mit hübschen Etiketten, Aufklebern, Stickern und Co. werden aus den einfachen Gläsern schnell wunderschöne Geschenke.